Mindestanforderungen an Gutachten
auf dem Sachgebiet "Schäden an Gebäuden"

Der Sachverständige muss in der Lage sein, sein fachliches Wissen in der einem Gutachten entsprechenden Form darzulegen. Dies bedeutet insbesondere, dass alle für das Gutachten und das Verständnis bedeutsamen Tatsachen, Berechnungen und Überlegungen in geordneter, zum Ergebnis hinführender Weise dargestellt und begründet werden. Diese Darstellung muss so erfolgen, dass der Fachmann alle Daten und Gedankengänge, auf denen das Gutachten beruht, ohne weiteres nachprüfen und der Laie die gedankliche Ableitung nachvollziehen kann.

Das Berechnungstool wurde in Zusammenarbeit mit der SwissBexA, sowie zertifizierten Gutachtern mit langjähriger Praxiserfahrung entwickelt.

 

* Pflichtfeld/Kriterium

 

 
 
 
 

Bitte wählen Sie eine Art von Gutachten. *




1 Deckblatt / allgemeine Angaben / verwendete Arbeitsunterlagen / Anlagen
  voll teilw. nicht
A Ersteller des Gutachtens mit Bezeichnung (Auftragnehmer) und Erstellungsdatum *
B Gutachtennummer/Seitenzahl auf jeder GA-Seite *
C Adressat (Empfänger), Auftraggeber *
D Bezeichnung und Lage der gegenständlichen Objekts (Strasse, Ort) ggf. Angabe der Parteien *
E Verwendete Arbeitsunterlagen, Quellenangaben (Literatur, Anlagen, Telefonate mit Personen und Datum, …) *
F Anzahl der Seiten, Anlagen und Fotos im GA sowie Anzahl der Ausfertigungen des GA *
G Inhaltsverzeichnis *
H Äusserlichkeiten (Gestaltung des Gutachtens), Verständlichkeit, Nachvollziehbarkeit, Aufbau, Sprache, Übersichtlichkeit, Gliederung *
2 Allg. Angaben Vorbemerkungen / Grundlagen / bautechnische Daten
  voll teilw. nicht
A Vorbemerkungen, Allgemeine Angaben (Begriffsmethodik des GA, ausgeschlossene Gutachtertätigkeit) *
B Beschreibung der Grundlagen und der baulichen Situation (nicht des Schadens) / bautechnische Daten (Objektart, Baujahr, Bauweise, …) *
3 Auftrag / Fragestellungen / Vorgeschichte / Zweck des Gutachtens
  voll teilw. nicht
A Beschreibung, wie es zur Erteilung des Auftrags gekommen ist mit Angabe des Datums des Auftrages und des Auftraggebers *
B Zweck des Gutachtens *
C Genau definierte Fragestellungen als wörtliche Wiedergabe des Auftrages bei Privatgutachten oder als wörtliche Wiedergabe des Beweisbeschlusses bei Gerichtsgutachten *
D Beschreibung der Vorgeschichte, wie es zu den Beanstandungen gekommen ist *
4 Ortstermin
  voll teilw. nicht
A Datum, Uhrzeit von Beginn und Ende der Ortsbesichtigung, Lichtverhältnisse, Temperatur *
B Aufzählung der zum Ortstermin geladenen Personen und deren Funktion und Zeitpunkt der Ladung *
C Aufzählung der zum Ortstermin erschienen Personen mit Begründung sowie deren Funktionen *
D Angabe des Zeitraumes von Personen, die nur zeitweise beim Ortstermin anwesend waren *
E Besonderheiten beim Ortstermin *
F detaillierte Beschreibung des Ablaufs des Ortstermins *
5 Beschreibung der vorgefundenen örtlichen Situation (IST- Zustand)
  voll teilw. nicht
A detaillierte Beschreibung der vorgefundenen Situation, entsprechend den Fragestellungen und für den Laien verständlich beschrieben, inkl. Fotos zur Hilfestellung *
B ggf. detaillierte Beschreibungen durchgeführter, zerstörungsfreier Messungen/Prüfungen (Messprotokoll, Beschreibung der Messgeräte, …) mit Angabe des Ausführenden und seiner Funktion
6 Analyse und Bewertung der vorgefundenen örtlichen Situation (SOLL – Zustand, SOLL-IST-Vergleich)
  voll teilw. nicht
A detaillierte Beschreibung des SOLL-Zustandes des entsprechenden Bauteils gemäss den anerkannten Regeln der Technik, Darstellung des technischen Sachverhaltes auch für den Laien verständlich und für den Fachmann nachvollziehbar *
B Angabe und ggf. Einarbeitung von SIA- Normen, Regeln der Technik, Fachregeln von einzelnen Berufsgruppen, Herstellervorschriften, usw. *
C Angabe der vereinbarten Beschaffenheit des Bauteils bzw. der Beschaffenheit, die der gewöhnlichen Verwendung entspricht *
D Vergleich des IST- mit dem SOLL-Zustand, also Stellungnahme zu den getroffenen Feststellungen unter Anwendung der fachtechnischen Sachkunde *
E Ermittlung der Ursache des bautechnischen Fehlers bzw. des Schadens *
7 Schadensbehebung und Kostenschätzung zur Schadensbehebung
  voll teilw. nicht
A Vorschläge der erforderlichen Arbeitsschritte zur nachhaltigen Behebung des bautechnischen Fehlers bzw. des Schadens
B Kostenschätzung der Arbeitsschritte
C Angabe von Quellen zur Kostenschätzung
D Minderwertberechnung mittels Gewichtung (Formel)
E Haftungsquotelung, Berechnung mittels Haftungspunkte (Formel)
8 Materialtechnische Untersuchungen
  voll teilw. nicht
A Baustoffprüfungen, Labor *
9 Zusammenfassung
  voll teilw. nicht
A fachtechnische Beantwortung der Fragestellungen bzw. des Beweisbeschlusses gemäß Auftrag *
B ggf. Wiederholung des Ergebnisses der Kostenschätzung zur Behebung des bautechnischen Fehlers
10 Schlusserklärung / Anlagen
  voll teilw. nicht
A Ort, Datum (Erstellungsdatum des Deckblatts), Unterschrift des Erstellenden, ggf. Stempel, Zert.Nr. *  
B Fotodokumentation des bautechnischen Fehlers, ggf. mit Positionsskizze *
C Grundriss oder Skizze des Objektes mit Kennzeichnung der Lage des bautechnischen Fehlers *